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| Spanien 2012 - Freitag: Genuss-Tag Am letzten Tag in Barcelona wollten Raoul und Eva uns noch an einen Ort führen, wo wir eine Spezialität zu essen – ja, schon wieder Essen – bekommen sollten, die es nur dort gibt. Also fuhren wir los, dieses Mal mit Präsi Fritz als Chauffeur. Auf dieser Fahrt erhielt er den Beinamen „BipBip“, weil er sich standhaft weigerte, sich anzugurten. Der Mercedes quittierte dieses Verhalten aber mit einem nicht sehr lauten, aber doch eindringlichen „BipBip“. Das klang so ähnlich wie das Navi, das auch jede Geschwindigkeitsübertretung mit „BipBip“ quittierte. (was auch bei Züri-Roli des öfteren zu hören war). Wir luden also unsere beiden Reiseführer ein und fuhren zu neunt nach etwas ausserhalb von Barcelona – zuerst mal auf das Weingut Bodegues Visendra (www.bodeguesvisendra.com) Hier erwarteten uns zwei junge Brüder, die das Weingut kürzlich von ihrem Vater übernommen hatten. Der Anbau war noch recht neu und auch die Tanks und Fässer waren erst 1-2 Jahre alt. Früher wurden die ganzen Trauben an eine Genossenschaft geliefert, welche den Wein herstellte. Jetzt machen die Brüder aus ca. 6% ihrer besten Trauben eigenen Wein. Nach einer Führung mit spanischer Erklärung und Übersetzung durch den Präsi konnte im Hof dann zu ein paar Snacks der Wein degustiert werden. Der Önologe von den 2 Brüdern erklärte uns auch noch, wie man das fachmännisch macht, und so probierten wir uns durch die 2 weissen und 2 roten Weine. Dann konnte man im Hofladen den Wein und das Olivenöl, das auch dort produziert wird, käuflich erwerben. Die Preise von 3.50 – 4 Euro pro Flasche Wein oder Öl schreckten niemanden ab, und so fuhren wir mit einem Kofferraum voller Wein und Öl weiter. Ganz in der Nähe war dann das Restaurant. Draussen auf einer Terrasse stand ein grosses Weinfass, worin wir später essen würden. Erst mal wurde aber auf der Terrasse des Restaurants die Spezialität, deren Namen ich vergessen habe, serviert. Dazu natürlich Wein... Als erstes musste jeder ein Lätzchen anziehen. Es gab dann für jeden ein Schälchen Sauce. Dann wurde ein runder Dachziegel gebracht – darin ein ganzer Haufen einer Art Zwiebeln oder Lauch, die über dem Feuer geröstet worden waren. Es war also alles Schwarz. Die Zwiebeln musste man dann oben festhalten und die äusserste Schicht abstreifen. Dann konnte man das Ding in die Sauce tunken und zum Mund führen. Es schmeckte ja gar nicht so schlecht. Aber Peter kommentierte: Ich wollte mir doch nach der Pensionierung nie mehr die Hände schwarz machen! Und es wurde auch klar, wozu die Lätzchen dienten... Genug gesaut, ging es also im Fass weiter. Da wurde Lammfleisch mit Kartoffel und Artischocken gereicht. Dann gab’s auch noch Dessert und Kaffee. Dazu natürlich Wein, Sekt und Dessertwein... Als wir unsere Reiseführer zu Hause absetzten, hatten sie auch noch Geschenke für uns – noch mehr Wein – wie bringen wir das nur durch den Zoll? Am Abend schlenderten wir noch etwas durch das schöne Altstädtchen von Granollers. Leider gingen wir etwas zu spät los und konnten dann zusehen, wie alle Geschäfte zu machten. Also setzen wir uns halt in eine Bar und tranken noch ein Feierabend-Bier. Weiter zum Samstag: Rückreise >>
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